Kindle-Erfahrungsbericht

12. Januar 2012 | Kindle | Erfahrungsbericht | Amazon

In letzter Zeit geisterten immer wieder Meldungen durch die Medien, in Zukunft wäre das elektronische Lesen angesagt. Bewerkstelligt soll das mit einem E-Book-Reader, kurz E-Reader, werden. Das bekannteste Modell dieser neuen Lesegeräte ist zweifellos der “Kindle” von Amazon. Und eben genau für dieses Modell habe ich mich aus mehreren Gründen entschieden.

Ich verfolgte bereits seit längerer Zeit diverse Meldungen für und wider E-Book-Reader. Auf viele Fragen suchte ich Antworten. Zum Beispiel nach der Batterie-Laufzeit, der Lesbarkeit auf dem Bildschirm. Überhaupt Bildschirm: Ist der wirklich so gut, so matt und ohne Spiegelungen, so optimal zum Lesen geeignet? Wie ist das Handling mit diesem Gerät, wie kommen die Bücher auf den Kindle? Und überhaupt: Kann man auch E-Books auf den Kindle laden, die nicht von Amazon stammen? Wie kann man den Kindle eigentlich aufladen? Kann man den Kindle per USB-Kabel am Computer aufladen?

Kurz gesagt: Ich bin bis jetzt durchwegs begeistert vom Kindle. Die Batterie-Laufzeit beträgt je nach Modell  1 bis 2 Monate (bei ausgeschaltetem WLAN), die Lesbarkeit auf dem Bildschirm ist mindestens gleich gut wie bei einem herkömmlichen Buch. Einer der größten Vorteile des Kindles überhaupt ist das Handling: Flach wie ein Heftchen, im Format in etwa wie ein Taschenbuch, leicht, einfach zum Bedienen. Der Kindle liegt gut in der Hand. In Kombination mit dem tollen Bildschirm ist ein beinahe ermüdungsfreies Lesen möglich (wenn es so etwas überhaupt gibt).

Und wie kommen jetzt die Bücher auf den Kindle: Ganz einfach, entweder man sucht sich auf der Amazon-Website sein Buch aus und schickt es per (Gratis-)WLAN auf den Kindle, oder man sucht sich direkt auf dem Kindle sein Buch aus, lädt es binnen Sekunden und kann anschließend mit dem Lesen beginnen. Das Modell “Kindle Keyboard 3G” verfügt sogar über 3G, mit dem man überall auf der Welt Bücher von Amazon kaufen und laden kann. 3G steht übrigens überall gratis zur Verfügung! Selbstverständlich kann man auch E-Books anderer Anbieter, sofern sie nicht geschützt sind, auf dem Kindle lesen. Sollte das E-Book nicht im Kindle-Format (.mobi) vorliegen, kann man es ganz einfach mit der frei erhältlichen Software “Calibre” konvertieren und anschließend per USB-Kabel auf den Kindle schicken. Es ist auch möglich, die Datei per E-Mail auf den Kindle zu schicken, denn  jeder Amazon-Kunde erhält beim Kauf eines Kindles eine E-Mail-Adresse dazu.

Ebenso einfach gestaltet sich die Stromversorgung: Der Kindle wird mit einem USB-Kabel geliefert, mit welchem über den Computer der Akku wieder aufgeladen werden kann. Etwas  bequemer geht es mit einem Stromadapter, der allerdings zusätzlich gekauft werden muss.

Abschließend kann ich sagen, dass der Kindle meine Erwartungen vollauf erfüllt, wenn nicht gar übertrifft. Nur kurze Zeit, nachdem ich den Kindle hatte, musste ich auch einen für meine Frau einen bestellen. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass wir so manches bei Amazon gekaufte Buch gemeinsam und gleichzeitig lesen können. Jetzt muss der eine nicht mehr warten, bis der andere mit dem Buch fertig ist.